Portrait

Worum es uns geht

„Palliative Care und Organisationsethik - Interdisziplinäre Weiterbildung CH“ engagiert sich für

In der palliativen Betreuung (internationale Bezeichnung: „Palliative Care“) geht es - anders als in der kurativen Medizin, die ihren Schwerpunkt auf die „Heilung“ (curare, lat. = heilen) und Lebenserhaltung bzw. -verlängerung legt - um die Linderung von Leiden (pallium, lat. = Mantel). Die Zeit des Sterbens wird als eine wichtige Zeit des Lebens gesehen und wird weder hinausgezögert noch verkürzt.

Palliative Care zielt darauf ab, unheilbar kranken und sterbenden Menschen die bestmögliche Lebensqualität bis zum Tod zu erhalten. Sie umfasst nach der Beschreibung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Linderung physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Leiden. 

Es geht nicht um das Ankämpfen gegen ein unaufhaltsames Leiden, sondern

Palliative Care ist wesentlicher Bestandteil einer Behandlung und Betreuung schwerkranker, pflegebedürftiger und älterer Menschen, die darauf zielt, den PatientInnen trotz mannigfaltiger Abhängigkeiten ein möglichst autonomes und selbstverantwortetes Leben zu führen.

Palliative Care erfolgt durch ein multiprofessionelles Team (Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit, Seelsorge, Freiwilligenarbeit, etc.) und basiert auf den Grundsätzen der „Interdisziplinarität“, die Kommunikation und Koordination der Behandelnden voraussetzt. Palliative Care fördert zudem die Einbeziehung und Begleitung der Angehörigen während der Krankheit und nach dem Tod des Patienten.

Palliative Care ist ein starkes Hoffnungszeichen für PatientInnen und ihre Angehörigen. Palliative Care ist Ausdruck der gesellschaftlichen Verantwortung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase, in der sie häufig besonders schutz- und hilfsbedürftig sind. Palliative Care ist die Antwort auf schweres Leiden und Erkrankungen, die progredient und irreversibel zum Tode führen. Deshalb vertrauen wir im Blick auf den forcierten Ausbau palliativer Angebote und der Implementierung von Palliative Care in unserem Gesundheitswesen auf die Kraft guter Ideen:  „Nichts auf der Welt / ist so mächtig / wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“(Viktor Hugo).

Gemäss unserem Ziel, Palliative Care zum integrierten Bestandteil der Regelversorgung zu machen, richten wir unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf Einzelpersonen (PatientInnen, KlientInnen, Professionelle), sondern auch auf die Institution und Organisation als soziales System. Ein Dienst am Menschen ist ohne Dienstleistung an der Organisation nicht möglich. Die Qualität der Versorgung und Betreuung im Bereich von Palliative Care ist von den organisatorischen Rahmenbedingungen der Versorgungsstrukturen abhängig. Es geht uns zentral um die Entwicklung geregelter Verfahren und Prozesse einer ethisch verantwortlichen und interdisziplinären Entscheidungsfindung, in denen die PatientInnen und ihre Angehörigen wesentlich beteiligt werden: eine Organisationsethik in der Palliative Care - Versorgung.

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Philosophie

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Studien- und Geschäftsleitung

Matthias Mettner

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