
17.09.- 19.09.2012
Die eigene Kommunikationsfähigkeit ist in der Begegnung mit der Patientin/demPatientenundihrenAngehörigenallesentscheidend. Kommunikation (lateinisch: comunicare = gemeinschaftlich tun, mitteilen) handelt davon, wie Menschen miteinander in Verbindung treten, sich mitteilen und einander erreichen. Kommunikation ist die Grundlage des Miteinander und Füreinander. Zur Kommunikation gehören aber auch Erfahrungen des Missverständnisses, des Verschweigens, der belasteten und gestörten Kommunikation. In der Begleitung kranker Menschen misslingt das Gespräch häufig dann, wenn es nicht an den Bedürfnissen des Patienten orientiert ist.
Vor allem Menschen, die Schweres erleben und Krankheit, Leiden, Sterben und Tod erfahren, sind in besonderer Weise auf gute Gespräche und eine Kommunikation angewiesen, die Nähe und Wahrhaftigkeit ermöglichen. In der palliativen Betreuung, Pflege und Begleitung ermöglichen das gute Gespräch und andere Formen der Kommunikation dem schwerkranken und sterbenden Menschen sachliche Information und Aufklärung über Diagnosen und Therapiemöglichkeiten, aber auch Raum für Gefühle und Hoffnungen. Mitfühlende Anteilnahme wird erfahrbar.
Krankheit, Schmerz und Tod sind nicht nur für den schwerkranken, leidenden, trauernden und sterbenden Menschen der ‘Ernstfall des Lebens’. Auch jene, die in Spitälern und im Spitex-Bereich, in Alterswohn- und Pflegeheimen resp. –zentren arbeiten oder als SeelsorgerInnen, freiwillige BegleiterInnen oder pflegende Angehörige tätig sind, stehen oft rat- und hilflos vor der Frage: Wie kann ich dem schwerkranken und sterbenden Menschen begegnen? Wie kann ich ihn begleiten, ihn unterstützen und wie über das ihm Wichtige sprechen?
Immer wieder erleben wir Gefühle wie Angst, Ohnmacht und Sprachlosigkeit oder die Versuchung, in Geschäftigkeit oder Tröstungsversuche zu fliehen. Die Angst, etwas Falsches zu sagen oder zu tun, blockiert uns derart, dass wir dem Sprechen über den Schmerz und die Trauer, die Verzweiflung und die Wut, die Angst und die Einsamkeit, die Hoffnungen und Wünsche ausweichen.
«Man müsste über alles reden können» (Maxie Wander). Wenn eine nahe und wahrhaftige Begegnung und Beziehung zwischen dem kranken und dem begleitenden Menschen möglich und den Ge- fühlen die «Würde der Sprache» gegeben wird, erfahren beide, das «alles wirkliche Leben Begegnung ist» (MartinBuber).
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein !
Jacqueline Sonego Mettner und Matthias Mettner
Montag, 1. Kurstag
Dienstag, 2. Kurstag
Mittwoch,3. Kurstag
Vortrag, Kurzreferat, Lesung, Plenums- und Gruppengespräch, Einzelarbeit, Übung, Rollenspiel, Video und Filmgespräch
für im Gesundheits-, Sozial- und Beratungsbereich sowie in der Seelsorge tätige Frauen und Männer, die andere in Krankheit, Sterben, Verlust und Trauer begleiten
Studien- und Geschäftleiter von ‚Palliative Care und Organisationsethik–Interdisziplinäre Weiterbildung CH» 2007 Gründung des ‚Forums Gesundheit und Medizin» seit 1993 Dozent in der beruflichen Weiterbildung für Fach- und Berufsgruppen des Gesundheitswesens; Gründungsmitglied der Schweizerischen ALS-Vereinigung;
Autor und Herausgeber der Bücher „Dem Leben neu vertrauen. Das Buch von Trauer und Trost”(2010 )„Wie menschenwürdig sterben?” (2003); und „Wie ich sterben will. Autonomie, Abhängigkeit und Selbstverantwortung am Lebensende” (2003; hrsg. gemeinsam mit R.Schmitt-Mannhart); Aufsätze in Fachbüchern u. a. Printmedien: Enzyklopädie der Gerontologie (2004), NOVA, NZZ.
Studium der Theologie; Nachdiplomstudium ‘Interdisziplinäre Gerontologie’; Pfarrerin der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, Kirchgemeinde Meilen; verantwortlich u. a. für die Seelsorge in einem Alters- und Pflegeheim; Aufsätze in diversen Zeitschriften; Autorin des Buches Jedes Jedes Kind hat einen Engel.. (2004); langjährige Tätigkeit als Kursleiterin und Dozentin in der beruflichen Weiterbildung für Fach- und Berufsgruppen des Gesundheitswesens und der Seelsorge.
Zentrum für Weiterbildung / Universität Zürich,
Schaffhauserstr. 228,
8057 Zürich
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Weiterbildungsmappe mit Basisdokumenten, Literaturempfehlungen,
Informations- und Arbeitsblättern zum Thema.
Die Weiterbildung wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
schriftlich bestätigt. Ziele, Inhalte, Teilthemen und Dauer der
Weiterbildung werden differenziert aufgeführt.