Interdisziplinärer Lehrgang
Palliative Care

Interdisziplinärer Lehrgang  Palliative Care

Juni 2012 bis Juni 2013

Palliative Care

Der Lehrgang umfasst ab Juni 2012 neu 25 Unterrichtstage, was zu einer Anpassung der Lehrgangsgebühr auf CHF 5'400,- führt.
Beachten Sie bitte das ergänzte Curriculum, die Themen und Lern–Inhalte

Zur Zeit ist die Informationsbroschüre zum Lehrgang in Überarbeitung, welche die Ergänzungen im Curriculum abbilden wird.

In Ergänzung zur kurativen, auf Heilen und das Wiederherstellen von Funktionsfähigkeit zielenden medizinischen Behandlung und Pflege (curare, lat. = heilen) gewinnt die palliative Medizin, Pflege und Begleitung, der es zentral um das Lindern von Leiden und das Begleiten von PatientInnen geht (pallium, lat. = Mantel), zunehmend an Bedeutung. Als Antwort auf schwere Leiden und unheilbare, lebensbedrohliche oder chronisch fortschreitende Krankheiten ist Palliative Care (internationale Bezeichnung) heute für PatientInnen und Angehörige ebenso wie für die Fach- und Berufsgruppen im Gesundheitswesen, in der Beratung und in der Seelsorge ein starkes Hoffnungszeichen. In Verantwortung für schwer kranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen versucht die Palliative Medizin, Pflege und Begleitung als aktives, ganzheitliches Behandlungs- und Betreuungskonzept dem Kranken und Sterbenden umfassend beizustehen.

Ziel von Palliative Care ist es, den Patienten eine möglichst gute Lebensqualität und Wohlbefinden bis zum Tod zu ermöglichen. Dabei sollen belastende Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Erschöpfung, Angst, Verwirrung optimal gelindert und „entsprechend den Wünschen des Patienten, auch soziale, seelisch-geistige und religiös-spirituelle Aspekte berücksichtigt werden“ (‚Palliative Care – Medizinisch-ethische Richtlinien und Empfehlungen’, Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW, 23. Mai 2006; www.samw.ch). Im Zentrum der Behandlung und Begleitung stehen die Krankheitssymptome und Probleme, welche die Patientin / den Patienten am stärksten stören und belasten. Palliative Care „achtet die Würde und Autonomie des Patienten und stellt seine Prioritäten in den Mittelpunkt“ (SAMW Richtlinien).

Im Wissen darum, dass die letzte Lebensphase, „das Sterben“ so individuell wie das Leben und der Krankheitsverlauf eines jeden Patienten ist, steht die Lebensqualität des Patienten, sein subjektives Leiden, seine Wünsche, Ängste und Hoffnungen im Zentrum aller Bemühungen von Palliative Care. Lebensqualität wird nicht primär medizinisch definiert, sondern im lebensgeschichtlichen Kontext der Patientin / des Patienten verstanden.

Palliative Care ist eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz der Rechte, der Selbst-verantwortung und Würde von pflegebedürftigen älteren, chronisch fortschreitenden und schwer kranken sowie sterbenden Menschen. Gleichzeitig ermöglicht die palliative Betreuung den Pflegenden und anderen Mitarbeitenden ihre Arbeit als sinnvoll zu erleben und den Belastungen der täglichen Konfrontation mit Leiden und chronischer Krankheit, Pflegeabhängigkeit und Demenz, Sterben und Tod standzuhalten.

Palliative Kompetenzen werden zukünftig zentral zur Qualifikation der verschiedenen Berufs- und Fachgruppen im Gesundheitswesen, in der Beratung und anderen relevanten Berufen gehören. Mit der zunehmenden Entwicklung ambulanter und stationärer Einrichtungen in der Palliativversorgung wächst für alle beteiligten Berufsgruppen der Bedarf an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Der interdisziplinäre Lehrgang Palliative Care vermittelt ein praxisnahes Grundwissen zu Kernthemen von Palliative Care, ermöglicht ein umfassendes Verständnis des palliativen Behandlungs- und Versorgungsansatzes und fördert die Entwicklung von fachspezifischen Kompetenzen, die am Berufsalltag orientiert sind.

Der Rahmen der Nationalen Strategie Palliative Care

„Die ‚Nationale Strategie Palliative Care 2010 – 2012’ von Bund und Kantonen hat zum Ziel, Palliative Care gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren in der Schweiz zu verankern. Unheilbar kranke und sterbende Menschen sollen ihrer Situation angepasste Palliative Care erhalten und ihre Lebensqualität soll verbessert werden.“ (Nationale Strategie Palliative Care 2010 – 2012: Halbzeit. Aktueller Stand der Umsetzung & Ausblick. Bern, Juni 2011).

Die interdisziplinären Lehrgänge Palliative Care werden auf Grundlage der ‚Nationalen Leitlinien Palliative Care’ durchgeführt und orientieren sich vollständig an dem darin in sieben Leitlinien zusammengefassten gesamtschweizerischen Konsens, was Palliative Care beinhaltet, wann sie beginnt oder wer sie erbringt.

Der interdisziplinäre Lehrgang orientiert sich zudem an den medizinisch-ethischen Richtlinien, Empfehlungen und Grundsätzen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW / www.samw.ch

Basis sind zudem von palliative ch, der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung

Zielgruppen

Der Lehrgang Palliative Care richtet sich an alle professionell im Gesundheitswesen, im Sozial- und Beratungsbereich sowie in der Seelsorge tätige Fachpersonen, die Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und / oder chronisch fortschreitenden Krankheiten behandeln, betreuen und begleiten. Sie sind in der Grundversorgung oder in der spezialisierten Palliative Care (vgl. Nationale Leitlinien Palliative Care, 4. Leitlinie: Zielgruppen) in verschiedenen Behandlungs- und Betreuungssettings, bzw. institutionellen Kontexten engagiert oder bereiten sich auf ein solches Tätigkeitsfeld vor.

Fach- und Berufspersonen, Interessentinnen und Interessenten mit anerkannter Berufsausbildung und / oder Hochschulstudium: Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachfrauen und –männer, FASRK; Fachpersonen Betreuung, Pfarrerinnen und Pfarrer, Theologinnen und Theologen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, BetagtenbetreuerInnen, HauspflegerInnen, Fachangestellte Gesundheit, SozialarbeiterInnen, ErnährungsberaterInnen, Ergo-, Kunst- und MusiktherapeutInnen u. a.

Ziele

Folgende Ziele stehen im Vordergrund des interdisziplinären Lehrgangs

Allgemeines zum Lehrgang

Die Inhalte und Arbeitsformen des Lehrgangs orientieren sich an den von der Arbeitsgruppe „SwissEduc“ der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung (www.palliative.ch) benannten Kompetenzen.

Für die verschiedenen Weiterbildungseinheiten / Module gibt es entsprechend differenzierte Lernziele, die sich in die folgenden drei Bereiche untergliedern:

Umfang, Dauer und Aufbau

Der Interdisziplinäre Lehrgang Palliative Care umfasst

Lehrmittel und Fachbücher

wird abgegeben im Rahmen der Lehrgangsgebühr, keine zusätzlichen Kosten

Kosten

Gesamtzahlung CHF 5’400.- *
* auf Wunsch in zwei Raten à CHF 2'700.-

Lehrgangsgrösse / Teilnehmerzahl

Ca. 30 Teilnehmerinnen / Teilnehmer

Arbeitsweisen und Lernmethoden

Der Unterricht ist interdisziplinär, wissenschaftsbasiert und anwendungsorientiert ausgerichtet. Die Arbeitsformen und Lernmethoden beruhen auf den Grundsätzen der Erwachsenen- und Hochschulbildung.

Lern–Inhalte

Palliative Care – Grundverständnis

Symptommanagement –
Schmerztherapie und Linderung weiterer Krankheitsbeschwerden

Psychosoziale und kommunikative Kompetenzen

Existenzielle, spirituelle und religiöse Aspekte in der Begleitung

Ethische und rechtliche Aspekte in palliativen Situationen und am Lebensende

Trauern und Kultur des Abschieds in der Institution

Auf sich selber achten! – Was trotz grosser Belastung gesund hält
Selbstsorge und Gesundheitsförderung

Dozentinnen und Dozenten

Aktuelles von
weiterbildung-palliative.ch